Das Verkaufsexposé ist für viele Autor:innen der Endgegner. Was kommt da rein und wie baue ich es so auf, dass mein Roman einen Verlag oder eine Literaturagentur überzeugt? Ganz am Anfang meiner Selbstständigkeit hatte ich bei einer Anfrage einer Autorin, die einen Exposé-Check bei mir buchen wollte, einen Aha-Moment: In ihrer Mail waren sechs Dokumente angehängt: eine Inhaltszusammenfassung, eine Beschreibung des historischen Settings ihres Romanprojekts, eine ausführliche Autorenvita in Form eines Lebenslaufs, dazu ein paar Werbetexte rund um ihr Buch, die erklärten, warum es so gut in die aktuelle Zeit passen würde.

Im Grunde war alles Wichtige da – nur verteilt auf sechs Dokumente und ohne roten Faden. Die Autorin wusste ganz genau, dass sie all diese Bausteine für ihr Verkaufsexposé braucht. Sie wusste nur noch nicht, wie sie daraus ein Verkaufsexposé baut, das überzeugt.

Mir war in dem Moment klar: Bevor ich hier mit meinem eigentlichen Verkaufsexposé-Check anfangen kann, muss erstmal aufgeräumt werden. Genau daraus ist etwas entstanden, das meinen Exposé-Check bis heute von anderen unterscheidet. Ich habe aus meiner langjährigen Erfahrung als Buchcoach und Romanautorin eine „How-to-Exposé“-Checkliste zusammengestellt, die ich vorab als Hausaufgabe gebe.

Das Wichtigste in Kürze:


🔅 Mein Exposé-Check („Exposé-Frappé") beginnt nicht mit deinem Text, sondern mit einer Checkliste als Hausaufgabe.
🔅 So hole ich dein Projekt genau da ab, wo es steht — und gehe nach deiner Vorarbeit sofort in die Tiefe.
🔅 Er funktioniert für Verlag, Literaturagentur UND Selfpublishing.
🔅 Beim Verdichten werden oft Logik- und Dramaturgie-Lücken sichtbar, die vorher keiner gesehen hat.

Für wen mein Verkaufsexposé-Check ist – und für wen nicht

Mein Exposé-Check ist für Romanautor:innen mit fertig überarbeitetem Manuskript, das im Idealfall schon durch eine Testleser-Runde ist, und die sich bei einem Verlag oder einer Literaturagentur bewerben wollen. Dafür brauchen sie ein aussagekräftiges Exposé auf wenigen Seiten, das die wichtigsten Formalia beinhaltet:

  • Genre
  • Zielgruppe
  • Umfang
  • Länge
  • Pitch
  • Kurzfassung und Inhaltszusammenfassung

Weiterer Bestandteil der Bewerbungsunterlagen ist eine Leseprobe. Diese lektoriere ich im Anschluss an die Überarbeitung des Exposés.

Aber nicht nur Autor:innen, die zum Verlag wollen, bringt mein Exposé-Check echte Vorteile. Er eignet sich ebenso für Selfpublisher:innen, die ihre Geschichte prüfen und verdichten wollen. Denn das Schreiben eines Exposés zwingt dazu, sich mit der Wunsch-Zielgruppe und dem Genre auseinanderzusetzen (gaaanz wichtig, um eine breite Leserschaft zu erreichen und das Marketing dazu passgenau zu planen). Und es übt darin, die Romanhandlung auf maximal 2 bis 3 Seiten zusammenzufassen und zu verdichten. Dabei kommen oft Unstimmigkeiten in Bezug auf Logik, Dramaturgie oder Figurenentwicklung ans Licht, die vorher keiner gesehen hat. Perfektes Futter für eine weitere Überarbeitungsrunde!

Noch nicht das Richtige ist mein Exposé-Check, wenn dein Manuskript noch in der Rohfassung steckt und du möglicherweise noch einiges am Plot ändern möchtest – dafür ist mein Plot-Check der bessere erste Schritt.

Grund 1: Vor dem Exposé-Check bekommst du eine Hausaufgabe

Wie ist die Idee zu der „How-to-Exposé“-Checkliste entstanden? Mein erster Impuls damals bei den sechs Dokumenten der Autorin war: ihr eine ausführliche Erklär-Mail zu schreiben, wie sie die Fülle an Infos bündeln und eindampfen konnte. Oder telefonieren und Schritt für Schritt erklären, wie so ein Verkaufsexposé überhaupt aufgebaut ist. Hätte ich mit einigem Zeitaufwand machen können. Aber dann kam mir der Gedanke: Was, wenn die nächste Anfrage nach einem Exposé-Check nicht anders aussieht? Dann fange ich wieder von vorne an und erzähle wieder dasselbe.

Ich wollte es unbedingt einfacher haben, für mich und für meine Autor:innen. Und ich wusste, dass dieses Thema Potenzial hat. Denn in meinen Gesprächen mit Autor:innen in Coachings oder auf Buchmessen höre ich (bis heute) immer wieder von Unsicherheiten in Bezug auf das Verkaufsexposé und die Leseprobe. Sehr oft kommen dieselbe Fragen: Wie strukturiere ich das eigentlich und was muss rein, damit es bei einer Agentur oder einem Verlag ankommt?

Also habe ich eine kleinteilige Checkliste zum Abhaken entwickelt, die genau erklärt, was wohin gehört, wie eine Inhaltsangabe aufgebaut ist und wie ein Pitch funktioniert – eine Hausaufgabe, die du bearbeitest, bevor wir in den eigentlichen Exposé-Check einsteigen. So mache ich das jetzt schon eine Weile und ich bin immer noch superhappy damit. Die Checkliste ist nämlich für uns beide ein enormer Zugewinn: Du hast einen roten Faden zum Entlanghangeln und kannst einen guten ersten Entwurf schreiben. Und ich kann in der ersten Korrekturrunde sofort tief einsteigen, statt erstmal Grundlagenarbeit zu leisten – Zeit, die ich sonst gar nicht hätte, um wirklich in die Tiefe zu gehen.

Erst kürzlich hat sich das wieder bewährt: Eine Autorin schrieb mir, sie hätte schon mehrere Zusammenfassungen, einen Klappentext und einen Pitch geschrieben, sei sich aber bei Zielgruppe und Genre noch unsicher. Auch ihr hab ich die Hausaufgabe geschickt – und sie war richtig dankbar für diese Herangehensweise. Die Checkliste hilft also nicht nur im Dokumenten-Chaos-Fall, sondern genauso bei Autor:innen, die schon ihr Material einigermaßen geordnet haben und nur noch an einer Stelle hängen.

Grund 2: Du bist trotzdem frei in der Gestaltung deines Verkaufsexposés

Vielleicht hast du auch schon Ratgeber gelesen, die dir eine feste Formel fürs perfekte Exposé versprechen. Ich sag dir ehrlich: Die gibt es leider nicht. Die Anforderungen unterscheiden sich von Agentur zu Agentur, von Verlag zu Verlag. Meine Checkliste ist deshalb auch nicht der heilige Gral. Aber sie fasst bewährte Empfehlungen und meine eigene Praxiserfahrung zusammen – sie soll dir Orientierung geben, keine starren Regeln vorschreiben.

Am besten fährst du, wenn du eine konkrete Anleitung für eine gute Struktur hast und dich darüber hinaus bei den Verlagen und Agenturen selbst noch informierst. Sie wollen 3 statt 5 Seiten? Dann mache es so! Sie wollen deine Social-Media-Follower wissen und eine extra Figurencharakterisierung in einem Extra-Dokument? Go for it! Ich gebe dir mit meiner Checkliste die erste Orientierung, du machst dich an die Arbeit und schärfst dein Exposé im Zuge der Bewerbungen nochmal ganz individuell.

Grund 3: Warum mein Verkaufsexposé-Check auch Selfpublisher:innen hilft

Beim Exposé-Check schaue ich auf Logik, Aufbau und Schlüssigkeit deines Plots, auf Marktfähigkeit, Zielgruppe und Genrekonventionen – ich habe also den professionellen Blick auf deine Wunschleserschaft. Das bringt dir enormen Zugewinn und Klarheit über deinen Roman, auch wenn du keinen Verlag suchst, sondern ins Selfpublishing gehst. Der Exposé-Check ist für dich dann der ultimative Gegencheck, ob dein Roman schon reif für die Veröffentlichung ist. Denn du darfst neben den ganzen Formalia einen Pitch formulieren und eine Inhaltszusammenfassung schreiben. Ein riesiger Vorteil ist die Kürze (ich gehe von insgesamt maximal 5 Normseiten aus): Weil du nur begrenzten Platz hast, wird beim Schreiben des Exposés oft schon sichtbar, wo deine Geschichte noch hakt. Mega, oder?

Außerdem bereitest du dich beim Schreiben der Autorenvita, des Pitches und der Kurzzusammenfassung gleichzeitig optimal auf deine Veröffentlichung, dein Buchmarketing und deinen Klappentext vor. Je genauer du dein Genre und deine Zielgruppe kennst, desto gezielter kannst du hinterher dein Marketing aufbauen.

Warum ich weiß, wie sich der Klick auf „Absenden“ anfühlt

Weil ich als Romanautorin auch auf der anderen Seite des Schreibtisches sitze. Vor allem in meinen ersten Jahren in der Buchbubble habe ich einige Exposés an Verlage und Agenturen geschickt – und war jedes Mal total nervös, wenn ich auf Absenden gedrückt habe. Jede Bewerbung war eine Chance auf einen Vertrag. Genauso gut aber die Chance auf eine Absage.

Letzten Sommer habe ich mich mit meinem 2024 im Selfpublishing veröffentlichten Roman „Leuchtturm der vergessenen Wünsche" beim Litur-Hörbuchverlag beworben. Taschenbuch und E-Book gab's schon, aber ein Verkaufsexposé dafür hatte ich noch nie geschrieben. Also saß ich plötzlich selbst an genau der Aufgabe, bei der ich dir sonst zur Seite stehe. Trotz wahnsinnig toller Rezensionen und begeistertem Publikum auf Lesungen hatte ich Zweifel: Was, wenn der Verlag mein Buch nicht für würdig hält? Spoiler: Ich habe eine Zusage bekommen. Das Hörbuch ist im März 2026 erschienen.

Was gehört in ein Verkaufsexposé für einen Roman?

In ein Verkaufsexposé gehören die Formalia (Genre, Zielgruppe, Umfang, Länge), ein Pitch, eine Kurzfassung, eine ausführlichere Inhaltszusammenfassung und eine Autorenvita. Dazu kommt eine Leseprobe. Insgesamt sollte es wenige Seiten umfassen — ich rechne mit maximal 5 Normseiten.

Wie lang sollte ein Verkaufsexposé sein?

So kurz wie möglich. Meine Faustregel: maximal 5 Normseiten insgesamt, die Inhaltszusammenfassung auf 2 bis 3 Seiten. Die Anforderungen unterscheiden sich aber je nach Verlag und Agentur, informier dich vor dem Absenden immer bei deinem Wunschverlag.

Brauche ich als Selfpublisher:in ein Exposé?

Abgeben musst du es nicht, aber schreiben lohnt sich trotzdem. Beim Verdichten auf wenige Seiten werden oft Logik- und Dramaturgie-Lücken sichtbar. Und Pitch, Vita und Kurzzusammenfassung sind gleichzeitig die Vorarbeit für Klappentext und Buchmarketing.

Gibt es die eine perfekte Formel fürs Exposé?

Nein. Die Anforderungen unterscheiden sich von Agentur zu Agentur und von Verlag zu Verlag. Eine gute Checkliste gibt dir Struktur und Orientierung — die letzten Feinheiten passt du individuell an den jeweiligen Verlag an.

Wann ist mein Manuskript bereit für den Exposé-Check?

Wenn es fertig überarbeitet ist und idealerweise schon durch eine Testleser-Runde ging. Steckt dein Roman noch in der Rohfassung, ist ein Plot-Check der bessere erste Schritt.

Und jetzt du: Ist dein Roman bereit für den Exposé-Check?

Vielleicht sitzt du gerade da, mit fertigem Manuskript und diesem einen leisen Gedanken: Ist es wirklich so weit? Diese Frage müssen wir nicht allein mit dir und deinem Bauchgefühl klären. Schreib mir eine Mail an storck.christine@gmail.com, und wir schauen gemeinsam, ob dein Manuskript bereit für den Exposé-Check ist. Und falls ja: Die „How-to-Exposé"-Checkliste, mit der alles beginnt, bekommst du als Erstes als Hausaufgabe.

👉 Jetzt Exposé-Check anfragen

Noch nicht so weit? Dann hol dir jeden Mittwoch mit meinem Mittwochs-Aha-Newsletter Klarheit und Zuversicht für deinen Weg zum fertigen Buch.

👉 Ja, ich möchte das „Mittwochs-Aha"!